Stolpersteinverlegung für die Familie Preis-Seitenbach am 7. September 2025

2025 Geschichte Stolpersteine
Nachdem im Februar 2025 bereits eine Gedenkveranstaltung für Ilse Seitenbach, geb. Preis, und ihre Eltern vom Leistungskurs Geschichte 13 (Weitz), maßgeblich organisiert und unterstützt durch die Stolpersteininitiative Kaiserslautern, vor der Röhmschule stattgefunden hatte, wurden die Stolpersteine für die Familie am 7. September in der Wormser Straße 7, wo Ilse geboren wurde, im Rahmen einer würdigen, berührenden Feier verlegt. Ilses Enkel Justin sowie seine Familie nahmen per Live-Übertragung aus New York an der Feier teil. Im Februar waren beiden Enkel samt Familie persönlich in Kaiserslautern.

Die Mitglieder des Leistungskurses sind mittlerweile in alle Winde verstreut, Charlotte Seepe aber war vor Ort und gestaltete die Verlegung mit, ebenso wie Noah Jesse und Milo Weber (Leistungskurs Geschichte 11, Weitz). Die Schüler trugen die von dem ehemaligen Leistungskurs recherchierte und verfasste Biographie Ilse Seitenbachs (siehe Fachbereich Geschichte) vor, Charlotte Seepe las im Anschluss einen Auszug aus David Foenkinos Roman „Charlotte“, in dem es um die Künstlerin Charlotte Salomon geht, die ähnliche Erfahrungen der Ausgrenzung und Diffamierung in der Schule wie Ilse machen musste und die im Alter von 26 Jahren, im fünften Monat schwanger, in Auschwitz ermordet wurde. Erneut begleitet und bereichert wurde die Veranstaltung von Anna Krämer, die Anfang der 90er Jahre als Justins Au pair in New York weilte. Sie sang auch hier zum Abschluss das von Justin gewünschte hebräische Friedenslied „Oseh Shalom“, spontan unterstützt von Igor Tabatschnik von der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz.

Ilse Seitenbach feierte am 1. August ihren 101. Geburtstag. Die Nationalsozialisten ermordeten ihre Eltern, ihr Lebenswille ist aber dennoch ungebrochen.